Wieso Maltherapie?

Maltherapie heisst, begleitet werden bei jedem Schritt, unterstützt werden, wenn man Neues wagt und gehört werden, wenn die Verzweiflung ausbricht.

Ziel der Maltherapie ist es, Menschen in verschiedenen Altersstufen und Lebenslagen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen zu begleiten, zu stützen und zu stabilisieren, ihre Kreativität zu fördern und ihnen neue Sichtweisen und Perspektiven zu ermöglichen.

Die aktive Begleitung des Malprozesses mit den Malenden ist von zentraler Bedeutung. Die maltherapeutische Arbeit findet während dem Malen «in der Arbeit am Bild» statt. Dabei ist das Bild das Dritte im Therapieprozess. Als Maltherapeutin begleite ich die Malenden achtsam und empathisch in ihrem kreativen und persönlichen Prozess.

Maltherapie bietet die Möglichkeit, sich selbst Raum und Zuwendung zu schenken.
Malen ist eine ursprüngliche Ausdrucksform des Menschen. Über den Prozess des Malens finden wir Kontakt zu uns selbst, unseren Gefühlen, Bedürfnissen und unserer Intuition.

«Wir Denken und Fühlen in Bildern» - Der geschützte Rahmen eröffnet die Möglichkeit mit inneren Bildern in Kontakt zu treten und auf nonverbale Weise zum Ausdruck zu bringen.

«Malen ist handeln» - Wer malt ist aktiv handelnd, ist im Dialog mit dem Bild und sich selber sowie der Begleitung. Meine nicht wertende, empathische Begleitung ermöglicht den Malenden sich unvoreingenommen mit ihren Bildern und sich selbst auseinandersetzen. Als Maltherapeutin Unterstütze ich sie in ihrer Wahrnehmung und Eigenverantwortlichkeit. Die aktive Auseinandersetzung während dem Malprozess verändert die Betrachtungsweise. Über die Arbeit am Bild ist aktiv handelnd Veränderung möglich und Wandlung erfahrbar.

Unser Gehirn ist ein bildgebendes Organ.  Die Methoden der Humanistischen Kunsttherapie beeinflussen das Gehirn durch gemalte Bilder, damit es sich beruhigen kann. Das Malen von Bildern die in Ordnung sind und Ruhe schaffen, bewirken Erleichterung, verhelfen zu Klarheit und Raum um neues, konstruktives Verhalten aufzubauen.

"Innere Bilder - das sind all die Bilder, die wir in unserem Kopf herumtragen und die unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen."
Gerald Hüther, Neurobiologe

Unterstützende Wirkung der Maltherapie

• Entschleunigt, entspannt, führt zu Ruhe und schenkt Kraft
• Fördert Achtsamkeit
• Fördert die Wahrnehmung
• Stärkt Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
• Fördert Konzentration und Ausdauer
• Erweitert den eigenen Handlungsspielraum
• Fördert Kreativität und persönliche Entwicklung
• Ermöglicht eigene Qualitäten zu erkennen und entfalten
• Bestärkt Entscheidungsfähigkeit
• Eröffnet neue Sichtweisen und Perspektiven
• Aktiviert Ressourcen und Selbstheilungskräfte
• Festigt Autonomie und regt einen kreativen Umgang mit Problemen an
• Fördert Selbstwirksamkeit und Resilienz
• Bietet Möglichkeit Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern
• Klärt, entlastet, befreit und wirkt ausgleichend
• Unterstützt Toleranz und Freude


Wann?

Mal- und Gestaltungstherapie eignet sich für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 4 Jahren bis ins hohe Alter.
Kann gesundheitsfördernd und präventiv als eigenständiges Therapieangebot oder als Ergänzung zu anderen Behandlungsformen eingesetzt werden.

Anwendungsbereiche:
• Förderung der individuellen und sozialen Gesundheit
• Stärkung und Weiterentwicklung der Persönlichkeit
• Förderung der eigenen Kreativität
• Unterstützung von Entwicklungsprozessen
• In veränderten Lebenssituationen oder Übergangsprozessen
• Neue Perspektiven zu erlangen
• Ängste abzubauen
• Im Umgang mit Gefühlen (z.B. Wut, Trauer, Unsicherheit)
• Stress zu reduzieren und zur Entspannung
• Zur Stabilisierung und Unterstützung in Krisensituationen
• Im Umgang mit Krankheiten
• Zur Verarbeitung von Erlebtem und bei Verlust
• Als sinnvolle Freizeitbeschäftigung, um sich eine Auszeit vom Alltag zu gönnen und neue Kräfte zu schöpfen

Bei Kindern ist Maltherapie besonders hilfreich bei:
• Entwicklungs- und Sprachverzögerung
• Tiefer Frustrationstoleranz
• Wahrnehmungs- und Konzentrationsschwierigkeiten (z.B. ADHS / ADS)
• Überforderung
• Hochbegabung / Hochsensibilität
• Verlust (eines Menschen, der Heimat, eines Tieres)
• Nach einschneidenden Erlebnissen wie Scheidung der Eltern, Wohnortwechsel, Mobbing, Übergriff